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Im Web finden sich zahlreiche Angebote zum Thema Verkehrsunfall. Rechtsfreund.at weist ihnen den Weg zu diesen Angeboten. Sollte ein Link fehlen, ersucht Rechtsfreund.at um Bekanntgabe.

 Verkehrsunfall - Schadenersatz - Schmerzengeld - Unfall - Österreich

Verkehrsunfall

Verkehrsunfälle ziehen meist Verwaltungsverfahren oder Gerichtsverfahren (Zivilrecht oder Strafrecht) nach sich. Sind Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Übertretungen von Verwaltungsnormen wie zB StVO (Straßenverkehrsordnung) oder KFG (Kraftfahrgesetz) passiert (zB Schnellfahren, zu knappes Auffahren = zu wenig Abstand, rechts überholen, Alkoholisierung, Fahren ohne Licht, …), ist mit einer Verwaltungsstrafe (Geldstrafe, Entzug des Führerscheines) zu rechnen. Zivilrechtlich insbesondere nach dem ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) und dem EKHG (Eisenbahn- und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz) sind Ansprüche auf Ersatz von Sachschäden und Personenschäden zu entscheiden. Die Frage des Verschuldens am Unfall kann auch strafrechtliche Folgen haben, wenn eine Person am Körper verletzt wurde (Fahrlässige Körperverletzung, Fahrlässige Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen, Fahrlässige Tötung, Fahrlässige Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen, Imstichlassen eines Verletzten, Unterlassung der Hilfeleistung, Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand voller Berauschung). Dabei kann eine gerichtliche "Vorstrafe" drohen.
 

Bei einem Verkehrsunfall sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Wenn Personen verletzt wurden (auch bei geringfügigen Verletzungen), ist jedenfalls die Polizei zu verständigen.

  • Lassen Sie sich die Identität des Unfallgegners durch einen Lichtbildausweis nachweisen. Erstatten Sie Anzeige, wenn sich ein Unfallbeteiligter entfernt, ohne Ihnen seine Identität bekannt gegeben zu haben (mögliche Fahrerflucht!).

  • Dokumentieren Sie das Unfallgeschehen (zB mit einer Kamera oder einer Skizze)

  • Lassen Sie den Unfallort unverändert, damit die Polizei eine entsprechende Unfallaufnahme durchführen kann.

  • Notieren Sie die Daten des Unfallgegners und allfälliger Zeugen (vor allem die Kennzeichen der beteiligten Kraftfahrzeuge).

  • Melden Sie den Schaden Ihrer Versicherung (am besten mit dem dazu vorgesehenen Unfallmeldeblatt).

  • Das Fahrzeug sollte erst repariert werden, nachdem es ein Sachverständiger der gegnerischen Versicherung begutachtet hat. Sollte dies absolut unmöglich sein, ist es ratsam den Schaden peinlichst genau dokumentieren zu lassen (zB durch die Werkstätte, die die Reparatur vornimmt).

  • Sie werden in vielen Fällen von der Polizei zum Unfallgeschehen einvernommen werden. Beachten Sie dabei die Protokollierung. Machen Sie insbesondere keine (übereilten) Schuldgeständnisse und unterschreiben Sie ein Protokoll nicht, ohne es gelesen zu haben.

  • Beachten Sie, dass Ihre Ansprüche der Verjährung unterliegen und nur binnen drei Jahren ab Kenntnis von Schaden und Schädiger geltend gemacht werden können.

  • Falls der Verkehrsunfall ein Arbeitsunfall war, bestehen weitere Pflichten (zB gegenüber dem Arbeitgeber)

Links

Weitere Rechtsgebiete

Beiziehung eines Rechtsanwaltes

Ein Rechtsanwalt berät Sie hinsichtlich der Verschuldensfrage oder der Schadenhöhe (Sachschaden, Schmerzengeld, Verdienstentgang, Mietwagenkosten, …) macht und Ihre Ansprüche geltend macht bzw vertritt Sie in Zivilverfahren, Verwaltungsverfahren oder Strafverfahren. Um die Kommunikation mit Ihrem Rechtsanwalt zu optimieren, sollten Sie eine Beschreibung des Unfallorts und des Fahrverhaltens der Beteiligten so wie allenfalls angefertigte Lichtbilder mitbringen. Vergessen Sie nicht auf Ihre Versicherungspolizzen und Polizzennummern (Haftpflichtversicherung und wenn vorhanden Rechtsschutzversicherung). Halten Sie die Daten des Unfallgegners und der Zeugen sowie den Unfallbericht parat, falls dieser ausgefüllt wurde.

 

Bücher: Verkehrsunfall
 

Das Kraftfahrgesetz 1967 - KFG

Die 8. Auflage des Klassikers enthält die Änderungen der 27. bis 29. KFG-Novelle:

  • Winterreifenpflicht auch für Pkw

  • Abschaffung Licht am Tag

  • höhere Strafen für Handy-Telefonieren am Steuer

  • Umsetzung der neuen VO (EG) 561/2006 (Sozialvorschriften im Straßenverkehr)

Das Werk ist somit maßgeschneidert für die praktische Einzelfalllösung und bietet neben dem Gesetzestext die Rechtsprechung von VwGH und VfGH in Leitsätzen, fachkundige Anmerkungen und praktische Übersichten sowie Zusammenfassungen.

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Schmerzengeld nach einem Unfall

Das Buch gibt eine Übersicht über zahlreichen Unfallfolgen. Die Übersicht über die bisher höchsten Zusprüche an Schmerzengeld in Österreich (Rekordschmerzengelder) sowie über die Zusprüche beim Trauerschmerzengeld wegen Verlust naher Angehöriger ermöglichen es, sich auf schnellem Weg Informationen zu verschaffen. Die Schmerzengeldansprüche sind übersichtlich nach Sachgruppen geordnet (zB bestimmte Arten der Körperverletzung, Verlust von Körperteilen oder Körperfunktionen, Psychische Belastung und Störung, Probleme bei der Partnerwahl und Beziehung, Beeinträchtigungen bei Sexualität und Geburt, Einschränkungen bei Arbeit und Freizeitgestaltung, Trauerschmerzensgeld, Trauerschmerz).

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Musterbuch Verkehrsunfall

Das Buch von Neuhauser (Erstauflage) enthält Muster für jeden beim Verkehrsunfall notwendigen Arbeitsschritt. Die Muster sind gegliedert nach außergerichtlichem und gerichtlichem Schriftverkehr, Kläger- und Beklagtenseite, Zivilrecht und Strafrecht. Das Buch bietet Textbausteine für zahlreiche Sachverhalte (zB Vorrangverletzung, Fahrfehler durch Bevorrangten, Auffahrunfall, Gegenverkehr, Fahrtrichtungsänderung, Ruhender Verkehr, Fußgänger,  ...) und Muster für den Schadenersatzanspruch (Sachschaden, Personenschaden, ...). Daneben werden zu jedem Muster Erläuterung, Hintergrundinformationen, Judikatur- und Literaturhinweise geboten.

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