|
Verkehrsunfall
Verkehrsunfälle ziehen meist
Verwaltungsverfahren oder Gerichtsverfahren (Zivilrecht oder
Strafrecht) nach sich. Sind Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit
Übertretungen von Verwaltungsnormen wie zB StVO
(Straßenverkehrsordnung) oder KFG (Kraftfahrgesetz) passiert (zB
Schnellfahren, zu knappes Auffahren = zu wenig Abstand, rechts
überholen, Alkoholisierung, Fahren ohne Licht, …), ist mit einer
Verwaltungsstrafe (Geldstrafe, Entzug des Führerscheines) zu
rechnen. Zivilrechtlich insbesondere nach dem ABGB (Allgemeines
Bürgerliches Gesetzbuch) und dem EKHG (Eisenbahn- und
Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz) sind Ansprüche auf Ersatz von
Sachschäden und Personenschäden zu entscheiden. Die Frage des
Verschuldens am Unfall kann auch strafrechtliche Folgen haben,
wenn eine Person am Körper verletzt wurde (Fahrlässige
Körperverletzung, Fahrlässige Körperverletzung unter besonders
gefährlichen Verhältnissen, Fahrlässige Tötung, Fahrlässige
Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen, Imstichlassen
eines Verletzten, Unterlassung der Hilfeleistung, Begehung einer
mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand voller Berauschung).
Dabei kann eine gerichtliche "Vorstrafe" drohen.
Bei einem Verkehrsunfall sollten
Sie folgende Punkte berücksichtigen:
-
Wenn Personen verletzt wurden
(auch bei geringfügigen Verletzungen), ist jedenfalls die
Polizei zu verständigen.
-
Lassen Sie sich die Identität des
Unfallgegners durch einen Lichtbildausweis nachweisen. Erstatten
Sie Anzeige, wenn sich ein Unfallbeteiligter entfernt, ohne
Ihnen seine Identität bekannt gegeben zu haben (mögliche
Fahrerflucht!).
-
Dokumentieren Sie das
Unfallgeschehen (zB mit einer Kamera oder einer Skizze)
-
Lassen Sie den Unfallort
unverändert, damit die Polizei eine entsprechende Unfallaufnahme
durchführen kann.
-
Notieren Sie die Daten des
Unfallgegners und allfälliger Zeugen (vor allem die Kennzeichen
der beteiligten Kraftfahrzeuge).
-
Melden Sie den Schaden Ihrer
Versicherung (am besten mit dem dazu vorgesehenen
Unfallmeldeblatt).
-
Das Fahrzeug sollte erst repariert
werden, nachdem es ein Sachverständiger der gegnerischen
Versicherung begutachtet hat. Sollte dies absolut unmöglich
sein, ist es ratsam den Schaden peinlichst genau dokumentieren
zu lassen (zB durch die Werkstätte, die die Reparatur vornimmt).
-
Sie werden in vielen Fällen von
der Polizei zum Unfallgeschehen einvernommen werden. Beachten
Sie dabei die Protokollierung. Machen Sie insbesondere keine
(übereilten) Schuldgeständnisse und unterschreiben Sie ein
Protokoll nicht, ohne es gelesen zu haben.
-
Beachten Sie, dass Ihre Ansprüche
der Verjährung unterliegen und nur binnen drei Jahren ab
Kenntnis von Schaden und Schädiger geltend gemacht werden
können.
-
Falls der Verkehrsunfall ein
Arbeitsunfall war, bestehen weitere Pflichten (zB gegenüber dem
Arbeitgeber)
Links
Weitere Rechtsgebiete
|
Beiziehung eines Rechtsanwaltes
Ein Rechtsanwalt berät Sie
hinsichtlich der Verschuldensfrage oder der Schadenhöhe
(Sachschaden, Schmerzengeld, Verdienstentgang,
Mietwagenkosten, …) macht und Ihre Ansprüche geltend macht bzw
vertritt Sie in Zivilverfahren, Verwaltungsverfahren oder
Strafverfahren. Um die Kommunikation mit Ihrem Rechtsanwalt zu
optimieren, sollten Sie eine Beschreibung des Unfallorts und
des Fahrverhaltens der Beteiligten so wie allenfalls
angefertigte Lichtbilder mitbringen. Vergessen Sie nicht auf
Ihre Versicherungspolizzen und Polizzennummern
(Haftpflichtversicherung und wenn vorhanden
Rechtsschutzversicherung). Halten Sie die Daten des
Unfallgegners und der Zeugen sowie den Unfallbericht parat,
falls dieser ausgefüllt wurde.
Bücher:
Verkehrsunfall
|
 |
Recht im Straßenverkehr
Kaum ein Rechtsgebiet kann einen näheren Bezug zum täglichen Leben aufweisen, als das Verkehrsrecht. In diesem neuen Band der Ratgeberreihe im Pocket-Format wird ein umfassender Überblick der häufigsten Problemstellungen dieses Rechtsbereichs von einem Praktiker dargestellt. Es finden sich zahlreiche Beispiele, die ein leichteres Verständnis möglich machen. Der Ratgeber bietet Weiters Antworten auf Fragen zu alltäglichen Situationen im Straßenverkehr.
weitere Informationen |
|

|
Taschenkommentar Kraftfahrgesetz
Dieser neu erschiene Taschenkommentar zum KFG bietet eine ganzheitliche Kommentierung unter Einbeziehung der neuesten, 30., Novelle des KFG. Die Illustration der einzelnen Gesetzesbestimmungen wurde unter Berücksichtigung der relevanten Literatur sowie Judikatur durchgeführt. Die Kompaktheit des Werks macht es gemeinsam mit der praxisnahen Erläuterung zu einem bedeutungsvollen Teil der verkehrsrechtlich relevanten Literatur.
weitere Informationen |
|

|
Taschenkommentar Führerscheingesetz
Dieser Taschenkommentar soll keinesfalls die herkömmlichen Kommentare zum Verkehrsrecht ersetzen, sondern bietet eine übersichtliche Abhandlung, so dass vor allem für Neueinsteiger in diesem Rechtsgebiet eine bessere Lesbarkeit gegeben ist. Die einzelnen Paragraphen wurde unter Zuhilfenahme von Verordnungen, Erlässen, Erläuterungen zu Regierungsvorlagen sowie der Judikatur der Höchstgerichte umfassend aufbereitet und erläutert.
weitere Informationen |
|

|
Taschenkommentar StVO
Die Straßenverkehrsordnung stellt einen essentiellen Teil des Verkehrsrechts dar und wird in diesem Werk eingehend und ausführlich kommentiert. Zugrunde liegt die StVO in der Fassung der neuesten, 24., Novelle. Dabei wird vor allem auf die Literatur, als auch auf die wesentliche aktuelle Rechtsprechung Bedacht genommen. Ein Hauptaugenmerk stellt die Beantwortung praxisnaher Fragen dar.
weitere Informationen |
|
 |
Kommentar zur StVO
Zwar ist die letzte Auflage dieses Großkommentars erst 2007 erschienen, doch die zahlreichen Gesetzesänderungen haben eine Neuauflage notwendig gemacht. Die vorliegende Auflage enthält umfassende Erläuterungen zu den in der Zwischenzeit ergangenen Novellen. Insbesondere wurde die 24. StVO Novelle behandelt, durch die die vieldiskutierte Rettungsgasse eingeführt wurde. Auch die wesentlichste Judikatur des VwGH wurde eingearbeitet, veraltete Judikaturanmerkungen wurden entfernt.
weitere Informationen |
|
 |
Internationale Verkehrsunfälle
Zahlreiche Regelungen der Europäischen Union über die Abschaffung der Grenzkontrollen bis hin zur Schaffung eines gemeinsamen Binnenmarktes führten natürlich auch zu einem stärkeren Verkehrsaufkommen und somit immer öfter zu internationalen Verkehrsunfällen. Dieses Buch bietet einen verständlichen Wegweiser durch die geltenden internationalen Regelungen wie Brüssel I-Verordnung, Rom II- Verordnung und Haager Straßenverkehrsübereinkommen.
Dank der Checklisten und Gesetzestexte im Anhang ist es eine willkommene Unterstützung bei der rechtlichen Beurteilung internationaler Verkehrsunfälle.
weitere Informationen
|
|