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Zvilprozessrecht | Zivilverfahrensrecht Österreich | Rechtsanwalt | Gerichtsverfahren

Zivilprozessrecht

Unter Zivilprozessrecht (auch Zivilverfahrensrecht genannt) versteht man die Summe aller gesetzlichen Bestimmungen, die den formalen Ablauf von Zivilverfahren (Zivilprozesse) regeln. Es wird daher als formelles Zivilrecht bezeichnet, während das materielle Zivilrecht die inhaltliche Prüfung von Rechten und Ansprüchen betrifft (Entscheidung in der Sache). Das Zivilverfahrensrecht ist weit gespannt: Es umfasst das Recht der Gerichtsorganisation, das Zuständigkeitsrecht, das streitige Verfahren, das außerstreitige Verfahren, das Zwangsvollstreckungsrecht und das Konkursrecht.

 

Verfassungsrechtliche Grundlagen

Das Zivilverfahrensrecht in Österreich steht unter verfassungsrechtlichen Vorgaben. So regelt Art 82 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG), dass alle Gerichtsbarkeit vom Bund ausgeht und Urteile und Erkenntnisse im Namen der Republik verkündet und ausgefertigt werden. Gem Art 92 B-VG ist der Oberste Gerichtshof oberste Instanz in Zivilsachen und Strafsachen. Art 94 B-VG enthält der Grundsatz der Trennung von Justiz und Verwaltung (ein Rechtsstreit muss einem Gericht oder einer Verwaltungsbehörde zugewiesen werden und es darf grundsätzlich keine Instanzenzüge zwischen Gerichten und Verwaltungsbehörden geben). Art 83 B-VG  und § 1 StGG garantieren den „gesetzlichen Richter“ und verhindern damit die (allenfalls willkürliche) Auswechslung des Entscheidungsorganes. Darüber hinaus haben Verfahren grundsätzlich öffentlich stattzufinden (Art 90 Abs 1 B-VG) und hat über zivilrechtliche Ansprüche ein auf Gesetz beruhendes Gericht („Tribunal“) innerhalb angemessener Frist in einem fairen Verfahren unter Wahrung des Parteiengehörs zu entscheiden („fair trial“ – Art 6 MRK).

 

Verfahren

Zivilprozessrechtliche Regelungen finden sich zB in der Zivilprozessordnung, der Jurisdiktionsnorm, dem Außer Streitgesetz (auch Außerstreitgesetz oder Verfahren Außer Streitsachen), der Konkursordnung, der Exekutionsordnung, der Ausgleichsordnung, dem Zustellgesetz, der Zustellverordnung, dem Arbeits- und Sozialgerichtsgesetz, dem Bundesgesetz über den Obersten Gerichtshof, dem Prokuraturgesetz, der Winkelschreibereiverordnung, der Anfechtungsordnung oder dem Kraftloserklärungsgesetz.

 

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Zivilrechtsinstitute

Aufsätze zum Prozessrecht

aktuelle Bücher Prozessrecht

 

Brussels I Regulation

"Brussels I Regulation" erscheint in der zweiten Auflage und behandelt die zahlreichen Neuerungen im Europäischen Zivilverfahrensrecht seit der ersten Publikation. Bei den "Brussels I Regulation" handelt es sich um den wichtigsten Grundpfeiler des Europäischen Zivilverfahrensrechts. Zahlreiche renommierte und führende Experten der EU-Mitgliedsstaaten haben an dieser aktualisierten Auflage mitgearbeitet. Das vorliegende Werk konzentriert sich einerseits auf die zukünftigen Veränderungen, andererseits werden vergangene sowie gegenwärtige Entwicklungen aufgezeigt. Diese unterstehen einer vertieften Analyse und werden von den europäischen Top-Experten zur Diskussion gebracht.

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Kommentar zum Österreichischen Zustellrecht

Die Rechtskraft erlangt ein erlassener Rechtsakt erst durch Zustellung. Die wohl wichtigste Grundlage dieser bildet das Zustellgesetz. Die vorliegende Kommentierung dieses Gesetzes liefert zahlreiche Erläuterungen sowie die Einarbeitung der einschlägigen Novellen der letzten Jahre. Dabei wurde auch auf die einschlägige Literatur Bedacht genommen und richtungsweisende Entscheidungen der Judikatur verarbeitet. Es findet sich jedoch nicht nur eine Kommentierung des ZustG, sondern auch die maßgeblichen Bestimmungen bestreffend die Zustellung in der BAO, dem GOG, der STOPP sowie europäische Verordnungen wurden näher behandelt.

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Einstweiliger Rechtsschutz nach der EuGVVO

Der vorliegende neue Band aus der Schriftenreihe Europarecht beschäftigt sich mit der Frage, welcher Staat im Anwendungsbereich der EuGVVO für die Erlassung einstweiliger Maßnahmen zuständig ist. Die thematisierte Materie ist eine der umstrittensten im Bereich des internationalen Zivilprozessrechts, daher wird in diesem Werk versucht eine verständliche Darstellung zu schaffen. Es finden sich außerdem zahlreiche Verweise auf weiterführende Literatur zu diesem Thema.

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Grenzüberschreitende Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen in Europa

Seit Beitritt zur EU ist in Österreich nicht nur das nationale Recht maßgebend, sondern eben auch europäische Vorschriften. So ist auch das Unterhaltsrecht nicht für sich allein zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit europäischen Verordnungen. Dieses Werk befasst sich vor allem mit der europäischen Unterhaltsverordnung, durch die erstmals ein eigenständiges Rechtsinstrument zur Realisierung von Unterhaltsansprüchen geschaffen wurde.

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Schriftsätze im Zivilprozess

Schriftsätze im Zivilprozess erfolgreich zu verfassen - das vermittelt das Buch bereits seit 7 Auflagen. Ein echter Klassiker unter den Praxisbüchern für Juristen, darf es in keiner Rechtsanwaltskanzlei fehlen. Enthalten sind Musteranträge, Klagen und andere Schriftsätze des Zivilverfahrens in einer schmatischen Darstellung mit Erläuterungen. Diese finden sich in elektronischer Form auch auf der beiliegenden CD-ROM und können damit gleich am PC weiterverwendet werden.

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Einstweiliger Rechtsschutz nach der EuGVVO

Zu den spannendsten Fragen des europäischen Zivilprozesses gehört die Zuständigkeit für die Erlassung von einstweiligen Verfügungen im Regelungsbereich der EuGVVO, ebenso wie die Frage nach ihrer Vollstreckung. Das vorliegende Buch basiert auf der Dissertation des Autors, die mit dem Jean Monnet Wissenschaftspreis und dem Wolf Theiss Award 2008 ausgezeichnet wurde. Das Buch gibt eingehend den Meinungsstand und die Judikatur des EuGH wieder und zieht zum Vergleich auch andere Rechtsquellen des europäischen Zivilprozesses heran.

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Das Neue Insolvenzrecht

Das neue Insolvenzrecht

Das Insolvenzrecht hat 2010 eine bedeutende Änderung erfahren. Dieser Kurzkommentar erscheint damit bereits in der 6. Auflage. Wurden bisher Konkursordnung und Ausgleichsordnung kommentier, so ist es seit dem IRÄG 2010 die Insolvenzordnung und das Insolvenzrechtseinführungsgesetz. Die Kommentierung hält sich stellenweise tatsächlich kurz, sodass man mehr von einer kommentierten Gesetzesausgabe als einem Kommentar sprechen müsste. Dennoch in handliches Nachschlagewerk für die neuen Bestimmungen der IO.

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Insolvenzrecht

Insolvenzrecht

Das IRÄG 2010 hat zu einer Fülle an neuer Literatur zum Insolvenzrecht geführt. Dieses Buch ist eine umfassende systematische Darstellung des österreichischen Insolvenzrechts in Lehrbuchsform. Das ansprechende, für den Springer Verlag charakteristische Layout garantiert eine angenehme Lektüre. Inhaltlich bietet das Buch einen breit gefassten Überblick über das Insolvenzrecht und die dazugehörigen Nebengesetze und lässt auch das internationale Insolvenzrecht nicht außer Acht.

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